Willi Mörler

Wimoe
(Willi Mörler)

Mittelstr. 23

61231 Bad Nauheim

Tel.: 06032 - 31 5 33

Fax: 06032 - 30 62 63

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Nachruf auf Willi Mörler

Maler, Skulpteur und Galerist.
Willi Mörler ist am 22.12.1934 in Bad Nauheim geboren und hier aufgewachsen.

In seiner Jugend spielte der Skisport eine große Rolle in seinem Leben. Als Langläufer gehörte er der Mannschaft der Bad Nauheimer Skizunft an und holte mit Ihnen manchen Sieg, sogar bis zur Staffelmeisterschaft.

Seine große Liebe gehörte seit den Kinderjahren der Malerei.

Nach der Lehrzeit im Malerhandwerk besuchte er 1954/55 die Werkkunstschule in Wiesbaden unter Prof. Vinzenz Weber, der ihn sehr schätzte, aber auch Verständnis für ihn hatte, als er die Schule verließ, weil er keine Möglichkeit sah, als freischaffender Künstler eine Familie zu ernähren.

Es folgte die Meisterabendschule der Kreishandwerkerschaft in Friedberg mit der Meisterprüfung 1958. Schon ab 1960 arbeitete er als selbständiger Handwerksmeister 40 Jahre in Bad Nauheim. Die Kunst war zu dieser Zeit entspannende und erholsame Nebensache.

Nach Eröffnung der Galerie 1983 beschäftigte er sich immer mehr mit seinem künstlerischen Schaffen. Er verfolgte die Entwicklung in der zeitgenössischen Kunst, fand aber seinen eigenen, ganz persönlichen Stil in der Auseinandersetzung mit der Moderne.

Seine Liebe in der Malerei galt der Linie, der Form und der Farbe, was schon bei frühen Arbeiten weitgehend zum Ausdruck kommt..

Ausgangspunkt seiner Gestaltung war das Bildnerisch-Schöne, eine spielerische Linie, der sich die Farbtöne unter- bzw. einordnen, um das gestalterische Konzept zu einem ästhetischen Ganzen zu vollenden.

Neben der Malerei trat die Arbeit mit dem Olivenholz immer mehr in den Vordergrund.

Auf den zahlreichen Mallorcareisen fand er "sein" Material, das Olivenholz.

Es war ihm sehr wichtig, die Fundstücke so zu bearbeiten, dass die gewachsene Struktur, bzw. die von ihm darin gesehene Form durch seine Bearbeitung hervorgehoben und unterstrichen wurde. Es entstanden Skulpturen, deren zauberhafter Reiz im Zusammenspiel zwischen Natur und künstlerischer Handbearbeitung zu finden ist und die den Betrachter zum Berühren und Streicheln animieren. Jede entstandene Skulptur sollte ihre Natürlichkeit behalten.

Schon 1977 trat er dem Oberhessischen Künstlerbund als Fördermitglied bei, erst 1996 als aktiver Künstler und beschickte die verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland.

Bei allem künstlerischen Arbeiten war die klassische Musik seine Begleiterin. Besonders Beethovens Werke gaben ihm viel.

Es hat ihm immer Leid getan, dass er selbst kein Instrument spielen konnte, er hörte aber mit Freude allen musikalischen Darbietungen seiner Kinder und Enkel zu.

Über allen Dingen, die ihn beschäftigten, aber stand die Familie.

Harmonie und friedliches Gemeinschaftsleben bestimmten sein Handeln.

Willi Mörler ist am 27. September verstorben, sein Werk wird in der Galerie Remise weiterleben.